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RH 2006
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DIE WEWELSBURG
Das Kreismuseum Wewelsburg
Einen eher zweifelhaften Ruhm
erlangte die Wewelsburg nach dem Zweiten Weltkrieg. Vor und während
des Krieges machte sich der SS-Reichsführer Heinrich Himmler daran,
die Burg nach seinen Vorstellungen umzubauen. In Himmlers Gralsburg
saßen seine hohen SS-Auserwählten in einem 35 Meter langen und 15
Meter breiten Speisesaal.
Unter dem Speisesaal lag
ein Kellergewölbe aus Naturstein, das durch 1,80 Meter dicke Mauern
von der Außenwelt getrennt war. Hier befand sich das Allerheiligste
der Schutzstaffel: die Kultstätte, das Reich der Toten.
In der Mitte öffnete sich eine brunnenartige Vertiefung, die die zwei
Stufen hinabführten. Eine steinerne Schale bildete das Zentrum, und um
die Wand des Kellers zogen sich zwölf steinerne Sockel. In der Schale
sollten die Wappen toter SS-Obergruppenführer verbrannt werden. Die
Entlüftung durch vier Löcher in der Decke war so gebaut, dass sich
während der Verbrennung der Rauch wie eine Säule im Raum hielt.
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