Hier standen einst die prachtvollen Bauten des deutschen Kaiserreichs.
Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg richtete sich die Weimarer Republik
hier ein, bis die Nazis 1933 die Macht übernahmen und sich im
Regierungsviertel Wilhelmstrasse/Ecke Voßstrasse festsetzten. Unter
der Regie Hitlers entstanden hier zahlreiche Neubauten für die
Ministerialbürokratie. Aber auch die Nazi-Prominenz erhielt ihre Bauten.
Joseph Goebbels sein Reichspropagandaministerium und Hermann Göring sein
Luftwaffenministerium. Das Prachtstück dürfte jedoch die neue
Reichskanzlei gewesen sein, die 1938 durch Hitlers Lieblingsarchitekten
Albert Speer aus der Taufe gehoben wurde. Geplant war auch, Berlin
zur Welthauptstadt Germania umzubauen. Im 2. Weltkrieg wurde so gut wie
alles zerstört. Nur noch wenige Gebäude weisen auf die schrecklichen
Ereignisse zwischen 1933 und 1945 hin.
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Reichsmarschall Hermann Görings ehemaliges Luftwaffenministerium in
der Wilhelmstraße. Hier befand sich das "Oberkommando der Luftwaffe".
Im November 1938 fand hier, nach der so genannten "Reichskristallnacht", auf
den ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers eine Sitzung unter dem Vorsitz
Hermann Görings statt. Hier wurde
beschlossen, den Juden eine "Sühneleistung" von einer Milliarde
Reichsmark aufzuerlegen. Ferner die Ausschließung jüdischer Personen aus
dem Wirtschaftsleben. Unter anderem nahmen an der Besprechung teil:
Wirtschaftsminister Walther Funk, Reichsfinanzminister Johann Ludwig
Graf Schwerin von Krosigk, Joseph Goebbels, Reinhard Heydrich und Kurt
Daluege, SS-Oberstgruppenführer und Chef der Ordnungspolizei.

Originalaufnahme des RLM mit Reichsadler.

Der selbe Ort, die gleiche Stelle. Ohne Reichsadler.
TÄTIGE PERSÖNLICHKEITEN IM REICHSLUFTFAHRTMINISTERIUM
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Reichsmarschall Hermann
Göring. Oberbefehlshaber Luftwaffe. *
1893 in Rosenheim, † 1946 Suizid im Nürnberger
Kriegsverbrechergefängnis.
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Generalfeldmarschall
Erhard Milch. Staatssekretär im
Reichsluftfahrtministerium. * 1892 in Wilhelmshaven,
† 1972 in Wuppertal.
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Ernst Udet,
Generaloberst (Luftwaffe). * 1896 in Frankfurt/Main,
† 1941 Suizid in Berlin.
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Verziert war der Bau des Reichsmarschalls mit allerlei Nazi-Symbolen
und Zeichnungen. Das Innere des Gebäudes war ebenfalls mit viel Pomp
ausgestattet. Errichtet wurde es um 1935 von dem Architekten Ernst
Sagebiel.

Nach 1945 zogen verschiedene DDR-Behörden ein. Heute befindet sich
hier das Bundesfinanzministerium (Detlev-Rohwedder-Haus). Hier der
Haupteingang an der Wilhelmstrasse.
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Diese propagandistischen Wandmalereien am Gebäude stammen noch
aus ehemaligen DDR-Zeiten. Am
Gebäude ist eine Gedenktafel angebracht mit folgender Inschrift:
"An dieser Stelle vor dem 'Haus der Ministerien' der DDR, forderten am 16.
Juni 1953 die Bauarbeiter der Stalinallee im Bezirk Friedrichshain die
Senkung der Arbeitsnormen, den Rücktritt der Regierung, die Freilassung
aller politischen Gefangenen sowie frei und geheime Wahlen.
Diese Protestversammlung war Ausgangspunkt des Volksaufstandes vom 17.
Juni 1953.
Wir Gedenken der Opfer 1953."
Foto links: Hinter der prunkvollen Tür - am Treppenaufgang im
Eingangsbereich - verbarg sich auch damals schon eine Toilette.
Bild
mit Lampen rechts:: Diese Fotos zeigen
mehrere Lampen, die ganz bewusst Flakscheinwerfern nachempfunden
sind.
Foto Nr. 2 von links: Dieses Foto entstand im "Großen Saal",
in dem 1949 die "DDR" gegründet wurde.
Alle Thumbnail-Fotos mit Vergrößerung von Michael
Hecker, Jülich
DAS REICHSPROPAGANDA-MINISTERIUM
Das Reichspropagandaministerium (Reichsministerium für Volksaufklärung
und Propaganda) von Joseph Goebbels. Es befand sich an der
Wilhelmstrasse Nr. 8-9.
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Joseph
Goebbels, * am 29.10.1897 in Rheydt in der Nähe von
Mönchengladbach, † am 1.5.1945 durch Suizid im
Berliner Führerbunker. "Reichsminister für
Volksaufklärung und Propaganda". 1944 wurde er
"Generalbevollmächtigter für den totalen
Kriegseinsatz". |

Propagandaministerium andere Seite: Mauerstraße

Propagandaministerium andere Seite: Mauerstraße

Propagandaministerium andere Seite: Mauerstraße

Am Regierungsviertel standen unter anderem die
Botschaft der USA, Reichsschatzamt, das Hotel Kaiserhof....
Dienstsitz von Rudolf Heß

Wilhelmstraße 54. Hier befindet sich das Bundesministerium für
Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft. Im 3. Reich diente
das Gebäude dem Stellvertreter Hitlers Rudolf Heß aus Dienstsitz.
The former Berlin office of the staff of the Deputy Führer headed
Rudolf Hess.
(Photo-Copyright & English Text by
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