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Die Goebbels-Villa Schwanenwerder



 DIE GOEBBELS-VILLA AUF DER INSEL SCHWANENWERDER (BERLIN)


Im März 1933 hissten Mitglieder eines Berliner SA-Sturms auf dem Wasserturm der Havelinsel Schwanenwerder eine Hakenkreuzfahne, um die jüdischen Bewohner zu provozieren. Sowohl einzelne prominente Nationalsozialisten als auch NS-Massenorganisationen wie die "Reichsbräuteschule" strebten auf die Insel. Die jüdischen Besitzer wurden durch Zwangsverkäufe und -versteigerungen ihres Eigentums enthoben. 1935 hatte Propagandaminister Joseph Goebbels das Grundstück Inselstraße 8/10 weit unter Wert von Bankdirektor Oskar Schlitter erworben. Drei Jahre später brachte er auch das Nachbargrundstück, das dem emigrierten Bankier Samuel Goldschmidt gehört hatte, in seinen Besitz. Goebbels ließ sich sein Anwesen pompös ausbauen und veranstaltete rauschende Feste. NS-Prominenz wie  Albert Speer, Ernst Udet, oder Theo Morell liessen sich hier ebenso nieder und auch für Hitler war auf der Insel eine Villa vorgesehen, die er jedoch nicht bezog. Die Liebesaffäre Goebbels' mit Lida Baarova, der Geliebten des in einem Nachbarhaus wohnenden Schauspielers Gustav Fröhlich, spielte sich hier ab. Im August 1943 zog Familie Goebbels von Schwanenwerder, dem stattlichen, aber nun von Bomben bedrohten Anwesen am Berliner Wannsee, nach Lanke zum Bogensee.



Eingang Inselstrasse.



Blick auf das Wassergrundstück.
Text und Fotos: Joachim Röhl



Fotos aus dem Jahre 1988

Der damalige Präsident des Aspen Institutes, Shepard Stone, gestatte im Jahre 1988, Fotos vom ehemaligen Goebbels Grundstück zu machen.



Das heutige Aspen-Institut im Jahre 1988.
Foto: Dieter Koschine, Berlin.



Alte Mauer.
Foto: Dieter Koschine, Berlin.



Die Original Kinderschaukel 1988.
Foto: Dieter Koschine, Berlin.



Alter Schuppen aus den dreißiger Jahren.
Foto: Dieter Koschine, Berlin.



Foto: Dieter Koschine, Berlin.



Foto: Dieter Koschine, Berlin.



Von links: Ello Quandt, Joseph Goebbels, Magda Goebbels.



Die Goebbels-Kinder. Links Magda Goebbels, neben ihr Harald Quandt. Magda's Sohn aus erster Ehe mit dem Industriellen Günther Quandt.



2. v.L.: Magda Goebbels.



Zeitweise die Geliebte von Goebbels: Die tschechische Filmschauspielerin Lida Baarova.



Lida Baarova: Geboren am 7.9.1914 in Prag, gestorben 27.10.2000 in Salzburg.







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