SEEBAD HEILIGENDAMM
(Deutsche Ostseeküste bei Bad Doberan)
Auf einem Briefbogen von 1932 heißt es: "Heiligendamm. Häuser
allerersten Ranges, schönster Golfclub Deutschlands, Tennisplätze,
Pferderennen, Wurftaubenschießen, Auto- und Motorradrennen." Während
des Dritten Reichs hat zunächst die Ferienorganisation der
Deutschen Arbeitsfront (DAF), «Kraft durch Freude» (KdF), Besitz
von Heiligendamm genommen, der während des Zweiten Weltkriegs eine
Kadettenschule der Marine folgte.
Adolf Hitler und Benito Mussolini besuchten das Seebad, Hermann Göring
und Joseph Goebbels waren ebenso Stammgäste wie Max Schmeling, Hans
Albers oder auch Leni Riefenstahl. Am 15.1.1938 wurde der Grundstein
für ein geplantes Jahrtausendbauwerk gelegt. Es sollte eine
Adolf-Hitler-Schule entstehen - eine elitäre Führerschule. Die Bautätigkeiten
wurden jedoch zu Beginn des II. Weltkrieges eingestellt. Geblieben
ist eine etwa 1 km lange Asphaltstraße in Richtung Kinderstrand.

Zweimal hielt sich Hitler für wenige Tage im Seebad
Heiligendamm auf. Er lernte dort durch seinen damaligen
Auslandspressechef Ernst "Putzi" Hanfstaengel, in
dessen Villa am Staffelsee er 1923 nach dem Münchener Putsch
verhaftet worden war, Fräulein von Laffert kennen, für die
er viele Jahre eine freundschaftliche Verehrung empfand.
Text und Fotos: Joachim Röhl
http://www.ostseelife.de/gelbensande/gelbensande.html

Zeitgenössische
Ansichtskarten.

Gegründet wurde das Seebad
im Jahre 1793 vom dem Herzog Friedrich Franz I. von
Mecklenburg.
Zeitgenössische
Ansichtskarte.
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