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Der Bückeberg bei Hameln
Stadt in Niedersachsen. Bekannt wurde
der Ort durch die Sage vom "Rattenfänger von
Hameln".
  
Panoramablick vom Bückeberg in die
weite Weserlandschaft)

Von 1933 bis 1938 wurde alljährlich am ersten Sonntag
im Oktober auf dem Bückeberg bei Hameln das
"Reichserntedankfest" gefeiert.
Reichspropagandaminister Dr. Goebbels hatte den
Auftrag erteilt ein bäuerliches Volksfest bisher
unbekannten Ausmaßes in freier Landschaft zu
entwerfen.
Der vom Reichsarbeitsdienst bearbeitete
Nordhang des Berges am Ortsrand von Hagenohsen
gelegen, bot Platz für über eine Million Besucher.
Weit schweift der Blick ins Weserland bis nach Hameln
und auf den langgezogenen Bergrücken des Süntel. Auf
ihm wurde 1938 in direkter Blickrichtung ein Denkmal für
den nationalsozialistischen Märtyrer Horst Wessel
errichtet. Die 12 m hohe Steinsäule, auf dessen
Spitze ein fünf Meter hohes stählernes Hakenkreuz krönte,
wurde 1945 auf Befehl der Besatzungstruppen gesprengt.
Die Reste des Turmes sind bei der Sprengung zerborsten
und liegen zum Teil unversehrt auf dem Waldboden.

Die Gesamtanlage des Bückeberges ist fast komplett
erhalten und begehbar. Sie ist ein Zeugnis hohen
Ranges für die Methoden, mit denen die
Nationalsozialisten die Massen zu beeinflussen
suchten. Wie an vergleichbaren Orten am Obersalzberg,
in Nürnberg oder in Prora geschehen, sollte der
Festplatz unter Denkmalschutz gestellt und durch
Informationstafeln erschlossen werden.

Der leicht erhöhte "Führerweg" stellte die
Verbindung der beiden Tribünen unterhalb und
oberhalb des Berges dar. Begleitet vom Badenweiler
Marsch und unter unbeschreiblichem Jubel der Menschen
und einer tosenden Welle von Heilrufen - steigt Hitler
alljährlich den Weg hinauf. Die Menschen, die bis zu
sieben Stunden auf ihn gewartet hatten, befinden sich
in einem Rauschzustand.

Hitler und sein Gefolge auf dem so genannten
"Führerweg".

Reste der oberen Ehrentribühne, auf der bis zu 3000
Gäste Platz fanden.

Über 500 Sonderzüge fährt die Reichsbahn im Jahr
1937 nach Hameln. Über mehrere Anmarschwege, wie den
Hellweg, gelangen die Hunderttausenden zum
Festplatz. Fesselballons der Wehrmacht schwebten ab 6
Uhr morgens über dem Gelände und wiesen den Menschen
den Weg. Zwei Stunden vor Eintreffen Hitlers um 12 Uhr
sollte der Aufmarsch jedoch beendet sein. Dann waren
die Straßen für die Anfahrt der Ehrengäste frei.
Verzeichnis zu Quellen und
Anmerkungen
1.) www.hoefingen.net/suentel/index1.htm
2.) Historische Postkarte (Quelle): Harry v. Gebhardt
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