Nordseeheilbad Büsum

Östliches Schleswig-Holstein


Ostsee: Lübeck-Travemünde

Marine-Ehrenmal Kiel-Laboe

Schloss Gottorf bei Schleswig

Luftaufnahmen Schleswig-Holstein

 

Nordseeheilbad Büsum an der Nordsee/Dithmarschen

Daten: Einwohnerzahl: ca. 4500

Kaum zu glauben! Aber als Büsum (damals "Bivsne"), 1140 erstmals urkundlich erwähnt wurde, war es noch eine Insel vor der Küste Schleswig-Holsteins.


Zum Nordseeheilbad Büsum gehören die sechs Kirchspielslandgemeinden:
Büsum, Büsumer Deichhausen, Hedwigenkoog, Oesterdeichstrich, Warwerort, Westerdeichstrich



 

Wer an einer Düne Stunden der Ruhe, aber sehenden Auges zugebracht hat, der weiß, welch unbegreiflich vielseitiges Leben von den Wellen ausgeht, die in immer neuer Vielfalt und Gewalt sich ihren Weg suchen, verrinnen, neu sammeln und irgendwo in der Tiefe versinken, um immer wieder hochzukommen. Sie bringen tödliche Gefahren und bedrohen die Menschen, die hier wohnen.

Das Meer kann grausam sein. Doch steht auch fest, dass es dem Menschen Schutz bietet. Vor langer Zeit war ganz Deutschland von Wasser bedeckt, eine riesige Wasserwüste, aus der nur einsam Krater und Gebirge aus Granit hervorragten. Die Hinterlassenschaft dieser Zeit ist heute noch im Salzkammergut in den dortigen Salzlagern feststellbar, und auch der Kalk der Tropfsteinhöhlen entstammt den Korallenriffen dieser alten Meere. Dann ließen Trockenzeiten und Erderschütterungen das Wasser verdunsten oder den Boden verändern, so dass das Wasser sich nach dem Norden verlaufen hatte und neue Becken fand.

Das muss aber lange gedauert haben. Manchmal, wenn das Meer wieder mit der ganzen Kraft seiner Urgewalten losbricht, glaubt man, dass es jetzt daran gehen will, sein uraltes Land wieder in Besitz zu nehmen.



Anders war und ist dies bei der Nordsee. Sie ist im Grunde genommen nichts anderes als ein großes Becken des Atlantiks, und hier übt die Natur das ewige Schwerkraftspiel von Ebbe und Flut. Geheimnisvoll für den Fremden und faszinierend, wie die Wasserfluten ins offene Meer drängen, Sandbänke und Wattland freigeben und in einer Saugkraft sondergleichen Raum für kurze Zeit bietend. Dann aber nach ebensolchen Gesetzen lässt die Kraft nach und die breiten Wogen brechen in schäumenden Wogenzügen herein, überfluten wieder das sandige Wattgebiet und steigen hoch an den Küsten und Buchten. Man nennt das den "Atem des Meeres". Sie nennen die Fläche der Nordsee den "Blanken Hans". Das ist durchaus kein besonderes Lob, denn jeder kennt ihre Gefahren und richtet sich danach. Denn die Nordsee ist ein gefährliches Meer, die auch "Mordsee" heißt. Und das muss seinen Grund haben. Ihre Springfluten sind gefürchtet und über die Gewalt ihrer Nordweststürme haben uns die Dichter dieses Raumes viel berichtet.



Trotz all dieser Unbilden, die fast alljährlich neu auftreten und schon grausamen Schaden angerichtet haben, ist sie die Brücke zur atlantischen und nordischen Welt und verbindet unser Land mit den anderen Ländern dieses Großraumes. Die Wikinger, die Friesen und die Angelsachsen haben hier ihre historische Bewährung finden müssen, oft unter ganz großen und unbeschreiblichen Schwierigkeiten. Und doch - das Meer läßt keinen aus.


Kutter und Ausflugsschiffe am Büsumer Anlegehafen.


Die "Lady von Büsum". Das Ausflugsschiff zur Insel Helgoland.
 


Der Büsumer Hafen mit Leuchtturm


Links: Für Nostalgie sorgt diese Litfaßsäule am Hafen.


Für Rundfahrten wird gesorgt - der Büsumer "Krabbenexpress".


Orientalisch geht es zu im Büsumer China-Restaurant.


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